Programme

Ein Konzert für den Preußenkönig

– Aufklärerische Kammermusik vom Hofe Friedrich II

Société Lunaire widmet sich in diesem Programm den Komponisten und Musikern, die Friedrich II in seiner Hofkapelle  in Berlin/Potsdam um sich versammelte.

Die Musik spielte für den späteren preußischen König zeit seines Lebens eine wichtige Rolle: Seit seinem siebten Lebensjahr nahm er Unterricht in Kompositions- und Generalbasslehre und begann 1728 heimlich – gegen den Willen seines Vaters – Flötenunterricht bei Johann Joachim Quantz zu nehmen. In seiner Zeit in Rheinsberg (1736-1740) scharte er zahlreiche führende Komponisten und Instrumentalvirtuosen – mit denen er auch aktiv Kammermusik betrieb – sowie aufklärerische Intellektuelle um sich. Als er 1740 zum König von Preußen gekrönt wurde wollte er auf dieses hochkarätige Vergnügen nicht verzichten müssen. Deshalb gründete er die Königliche Hofkapelle zu Berlin und bemühte sich die Oper in der Stadt zu etablieren. In der neu gegründeten Hofkapelle befanden sich viele der besten Musiker der Zeit, unter anderem Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Joachim Quantz, die Familien Benda und Graun sowie die Harfenistenfamilie Petrini.

Johann Joachim Quantz (1697-1773) – Triosonate QV2:Anh.5

Carl Heinrich Graun (1704-1759) – Arie aus ‘Cesare e Cleopatra’

Friedrich II. von Preußen (1712-1786) – Flötensonate Nr. 190

Johann Wilhelm Hertel (1727-1789) – Trio II

Carl Heinrich Graun – Arie aus ‘Montezuma’

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) – Triosonate H 578

Dauer: 60 Minuten ohne Pause

(auf Wunsch auf 75 oder 90 Minuten mit Pause erweiterbar)

Liebe und Eitelkeit

– Extravagante Kammermusik von den Höfen der Könige Frankreichs und Preußens

Der Luxus und die Extravaganz des französischen Hofes erregte im 18. Jahrhundert überall den Neid der Beobachter. Nur jene die sich einen ähnlichen Lebensstil leisten konnten – auch im Angesicht von größter Armut und weltweiten Wirtschaftskrisen – galten als vornehm und modisch. Der preußische König Friedrich II. konnte sich diesem Trend nicht entziehen und ließ in Potsdam ein Schloss im Stile Versailles bauen – Sanssouci. In ihren Hofkapellen beschäftigten Friedrich II. und Louis XV. bis zu 200 der berühmtesten Musiker ihrer Zeit. Beide Monarchen ließen Opernhäuser in ihren jeweiligen Hauptstädten Berlin und Paris bauen und feierten deren Einweihung. Die französische Königin Marie-Antoinette spielte selbst die Harfe und machte diese zum Modeinstrument der High Society. Berlin musste diesem Trend entsprechen und beschäftigte mindestens vier Harfenisten in der Hofkapelle.

Société lunaire gibt sich in diesem Programm der künstlerischen Rivalität hin und spielt virtuos wetteifernde Kammermusik aus der Zeit der Aufklärung.

Jean-Philippe Rameau (1683-1764) – Ouverture aus ‘Les Indes Galantes’

Eugène Godecharle (1742-1798) – op.4, Quartett II

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)  – Quartett Wq 93

Ignaz Pleyel (1757-1831) – Streichtrio op.41, No.5

Carl Heinrich Graun (1704-1759) – Arie aus ‘Montezuma’

Johann Christian Bach (1735-1782) – Flötenquartett op.19, No.2

Dauer: 60 Minuten ohne Pause

(auf Wunsch auf 75 oder 90 Minuten mit Pause erweiterbar)